Das Gesicht des Gibbon Noir in Nahaufnahme.

Dank eurer Spenden: Gibbons erhalten tiermedizinische Versorgung

Dank eurer großzügigen Spenden können wir weiterhin Gibbons in Malaysia auf ihrem Weg in die Wildnis unterstützen. Insgesamt 3.500 Euro haben wir via betterplace.org an die Gibbon Conservation Society überwiesen, um sie bei der tiermedizinischen Versorgung der Tiere zu unterstützen.

Das Gesicht des Gibbon Noir in Nahaufnahme.
Ein Gibbon - Noir - ganz nah. @Gibbon Conservation Society

Dieses Gibbon-Projekt habt ihr unterstützt

Die Gibbon Conservation Society (GCS) nimmt auf der Insel Borneo und dem Festland Malaysias verwaiste, gefangene oder anderweitig in Not geratene Gibbons auf, versorgt sie und wildert die Tiere im Idealfall wieder aus. Damit die Gibbons nach ihren oft traumatischen Erfahrungen bestens auf die Auswilderung vorbereitet sind, müssen zum Wohl der Tiere mehrere Dinge beachtet werden.  In unserer langjährigen Partnerschaft mit der GCS freut uns besonders, dass sie die Richtlinien der IUCN (International Union for Conservation of Nature) in ihre tägliche Arbeit einbeziehen. Es handelt sich um Maßnahmen, die für den Schutz von gefährdeten Tierarten einzuhalten sind. 
Gibbons in der Auffangstation Malaysia
Zwei Gibbons in der Auffangstation Malaysia @Gibbon Conservation Society

Voraussetzung für die erfolgreiche Auswilderung von Gibbons sind laut IUCN:

  • Angemessene Aktivität: Die Gibbons sollen möglichst natürliches Verhalten ausleben können, d.h. sie sollten nachts schlafen, eigenständig Nahrung finden und sich tagsüber nach Belieben fortbewegen können. 
  • Gelungene Sozialisierung: Die Gibbons müssen wieder lernen, miteinander zu kommunizieren, damit ein gesundes soziales Gefüge entstehen kann. Besonders wichtig ist das für Paare sowie Familien. 
  • Minimale Zeit auf dem Boden: Die Gibbons sollen so viel Zeit wie nur möglich in luftiger Höhe verbringen, denn das ist ihr natürlicher Lebensraum. Auf dem Boden sollten sie sich möglichst wenig aufhalten.
  • Minimale stereotypische Verhaltensweisen: Wiederholende Bewegungen oder Selbstverletzungen zeigen, dass Gibbons depressiv oder gelangweilt sind. Solche Verhaltensweisen entstehen vor allem in Gefangenschaft. Je weniger davon im Rahmen der Rehabilitation zu sehen ist, desto besser ist der Gesundheitszustand der Tiere.
  • Schwinghangeln: Je mehr Gibbons hangeln, desto besser geht es ihnen. Die langen Arme sowie die hakenförmigen Hände der Tiere sind optimal auf diese Bewegung angepasst. Diese natürliche Art der Fortbewegung fördert eine erfolgreiche Auswilderung und ermöglicht, dass die Gibbons sich sicher in den Baumkronen fortbewegen. 
  • Gesänge & Duette: Gibbons kommunizieren im Wesentlichen über Gesänge und Duette. Um ihre Paarbeziehungen zu stärken, singen sie allein oder gemeinsam. Jeder Gibbon hat seinen eigenen Song, um damit z. B. sein Revier zu verteidigen oder ein mögliches Partnertier anzulocken. 
  • Verpaarung: Wenn Gibbons während ihrer Auswilderung Jungtiere bekommen, lernen sie elterliche Fürsorge. So wächst die Chance für den Fortbestand der Tiere enorm. 
Die Gibbon Conservation Society nutzt diese Leitlinien, um traumatisierte Gibbons bestmöglich zu versorgen mit dem Ziel, sie wieder in die Wildnis zu entlassen. Denn Gibbons sind ein wichtiger Teil des Ökosystems Regenwald. So sorgen sie z. B. dafür, dass Pflanzensamen weit verbreitet werden.

3.500 Euro für tiermedizinische Versorgung

Bayu ist der Spielgefährte von Noir in Borneo
Der Spielgefährte Bayu in der Auffangstation Borneo. @Gibbon Conservation Society




Wo genau kommen nun eure Spendengelder zum Einsatz? Das Geld, das wir der Gibbon Conservation Society übergeben haben, kommt vor allen Dingen in der tiermedizinischen Versorgung zum Einsatz. So wurden beispielsweise jährliche Vorsorge-Untersuchungen etabliert, die aus Röntgen und Ultraschalluntersuchungen bestehen, um gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Die aus Gefangenschaft befreiten Tiere leiden oft an Krankheiten oder sind verletzt und müssen mit Medikamenten oder gar Operationen behandelt werden.
Genau dafür sind Spendengelder immer willkommen, denn Medikamente und Fachpersonal sind teuer.

Tierisches Update der Gibbons

Erinnert ihr euch noch an den Gibbon Noir? Unsere Gründerin Hannah hat den verwaisten Östlichen Borneo-Gibbon vor einigen Jahren auf Borneo gefunden. Schließlich kam er zur Gibbon Conservation Society, wurde dort tiermedizinisch versorgt und lebt seither in der Auffangstation. Im Juni 2024 bekam er schließlich einen Spielfreund: Bayu. Gemeinsam lernen die beiden, sich zu sozialisieren und tanken Selbstvertrauen, indem sie miteinander rangeln, singen und Wettrennen veranstalten. All das hilft den Tieren, ihre Traumata zu heilen und fortan ein artgerechtes Leben zu führen. Wir freuen uns, zu hören, dass Noir und Bayu sich gegenseitig helfen und gemeinsam durchs Leben hangeln.

Ihr wollt etwas für Noir, Bayu und die anderen Tiere tun? Eure Spende hilft!

Die Heimat der Gibbons gehört zu den artenreichsten Regionen unserer Erde. Um unseren Planeten lebenswert zu erhalten, ist es wichtig, genau hier aktiv zu werden. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen sind wir dankbar für jede Spende. Jetzt spenden!
Ein Gibbon-Baby in der Auffangstation Malaysia.
Gibbon-Nachwuchs in der Station in Malaysia @Gibbon Conservation Society

Spendenkonto

Kontoinhaber: Nepada Wildlife e.V.
IBAN: DE15 4306 0967 1337 9910 00
BIC: GENODEM1GLS (GLS Bank)
Betreff: „Spende“
Stephanie Huttenloher
Stephanie huttenloher

aus dem Nepada Wildlife Marketing-Team

arbeitet in der IT-Branche und ist ein enthusiastischer Fan der Vogelwelt sowie der Wildnis Neuseelands.