Man muss sich für jedes einzelne Küken Zeit nehmen und behutsam mit ihnen umgehen. Manchmal wollen sie nicht fressen, da bleibe ich auch schon mal bis spät in die Nacht auf, stehe aber trotzdem immer un 5 Uhr auf.

— Antonio
Antonio

Antonio

Antonio wird auf der Station nicht umsonst »Padre de Pichones« (Vater der Küken) genannt. Er weiß alles über die kleinen Papageien und sieht ihnen an, wer wann Hunger hat und wieviel wer bekommt. Aber trotzdem muss das Futter für jedes kleine Federtier einzeln abgewogen, angerührt und abgekühlt werden. Ohne technische Hilfe ist das eine sehr zeitaufwendige Arbeit und bei zwölf Küken, die alle vier Stunden Hunger haben gibt es auch Tage und Nächte in denen er nichts anderes tut. Aber selbst dann lacht er mich nur müde an und sagt »Ach Hannah, das macht doch nichts. Sobald sie groß und stark sind und durch unsere Wälder hier fliegen, erfüllt mich das mit purem Glück«. Beschweren würde er sich nie.

– Petén, Guatemala 2018

Hannah
nepadawild@gmail.com
No Comments

Post A Comment