Joan Embery

Heute traf ich mich mit Joan Embery, einer äußerst spannenden Frau. Joan ist in den Staaten eine berühmte Persönlichkeit für den Schutz von bedrohten Tieren und deren Lebensräumen. Sie ist die Sprecherin der »Zoological Society of San Diego«, trat in unzähligen Fernsehshows auf und veröffentlichte Bücher zum Thema Wildtiere und deren Schutz. Sie spricht in der Öffentlichkeit über die Bedeutung von Erhaltung und Schutz der Arten, hält Vorträge auf der ganzen Welt und gründete 1995 ihr eigenes »Institute for Wildlife Conservation«. Mit dieser NGO schafft sie ein Bewusstsein für die Erhaltung der Lebensräume bedrohter Tierarten, sowohl global, als auch vor der eigenen Haustür.

Wir führten spannende Diskussionen über die unterschiedlichen Ansätze des Umweltschutzes. Sie war wie ich auch auf Madagaskar und unterstützt Projekte vor Ort, doch trotzdem ist es ihrer Meinung nach genauso wichtig, Wildlife vor der eigenen Haustür zu schützen. Dieser Ansatz gefällt mir gut. Zum Beispiel ist der in den Bergen Kaliforniens lebende Puma (Mountain Lion; Puma concolor) als bedroht gelistet. Trotzdem wird er weiterhin gejagt und vertrieben – aus Angst, er könne Mensch oder Tier angreifen. Warum also nicht auch ein Schutzprojekt für diese schöne Raubkatze ins Leben rufen? Außerdem fühle sie sich mit den ausgetrockneten Flüssen neben ihrer Farm und der extremen Wasserknappheit in Südkalifornien auch manchmal wie in einem »third world country«.

Joan Embery mit Trundle dem Erdferkel, eines ihrer »Animal Ambassador«. © 2000-2016 Embery Pillsbury Enterprises

Um ihre »Conservation Message« im Fernsehen und auf Lehrveranstaltungen für die Menschen greifbarer zu machen, hält Joan auf ihrer Farm selbst einige exotische Tierarten, wie zum Beispiel das Stachelschwein Shila (African Crested Porcupine), Olivia die schwarzweiße Vari-Dame (Lemur; Varecia variegata), Lucille das Gürteltier (Armadillo) oder Henry, das Känguru. Sie sagt es gäbe keinen besseren Weg, um die Herzen und Köpfe der Zuhörer zu erreichen, als ihnen einen Anden-Kondor aus nächster Nähe zu zeigen oder sie eine Schlange selbst halten zu lassen.

Das war ein inspirierender Nachmittag mit der Umweltschützerin. Außerdem gab sie mir einige Ideen und Tipps für den Nepada Wildlife e.V. mit auf den Weg, danke Joan!

Hannah
hannah.emde@nepadawild.life
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