Nepada Wildlife | Über mich
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Über mich

Hey, mein Name ist Hannah

Ich bin 24 Jahre alt und studiere Tiermedizin in Hannover. Zur Zeit wohne ich in Hamburg, wenn ich nicht gerade im Dschungel arbeite. In den letzten Jahren habe ich mich mit der Frage auseinandergesetzt, was es heißt, die Tiermedizin mit den konkreten Fragen des Artenschutzes, dem Verlust der biologischen Vielfalt und der Armutsbekämpfung zu verbinden. Ich bin ehrlich und objektiv.

Schon als kleines Mädchen wollte ich Forscherin werden. Mich faszinieren Tiere, Natur und Wildnis, Abenteuer, Reisen, Menschen und fremde Kulturen. Warum da nicht diese Faszination und meinen Wissensdurst zu meinem Beruf machen? Mehr noch – zu meinem Leben.

Meine erste Station war ein Auslandsjahr in den USA. Schnell entdeckte ich kulturelle Unterschiede: eine andere Oberflächlichkeit, eine mir vorher unbekannte Lebensart. Während ich mit Stromsparen und Mülltrennung aufgewachsen bin, wurde ich dort zum Exot, der seltsame Dinge tut. Aber das Gute war, dass mich die Konfrontation mit dem amerikanischen Lebensstil zum selbstständigen Denken angeregt hat. Ich lernte dort, Dinge in Frage zu stellen, bewusster durch die Welt zu gehen und meinen eigenen Standpunkt aufzubauen. Ich lernte Werte, Politik und sogar das Gesundheitssystem meiner Heimat zu schätzen.

2012 wohnte ich für ein Jahr auf den Philippinen und habe einen völlig anderen Lebensstandard und Alltag gelebt. Ich habe große Armut gesehen, Naturwunder bestaunt und unheimlich großzügige und warmherzige Menschen kennen gelernt. Ein großes Fragezeichen nach meiner Zeit dort blieb jedoch: Muss es zwangsläufig sein, dass die Natur in einem Entwicklungsland so ausgebeutet wird, weil die Menschen damit beschäftigt sind, nicht zu verhungern und zu überleben? Herrscht dort überhaupt ein Bewusstsein für den Klimawandel?

Mein Studium der Tiermedizin ist breit gefächert: Medizin, Pharmazie, Nutztierhaltung, Lebensmittelhygiene und Landwirtschaft sind Schwerpunkte, es geht vom Haustier bis zum Exot. Aber keine Angst: Nepada Wildlife setzt kein Fachwissen voraus. Ich nenne zwar auch die lateinischen Namen von Tieren, aber nur, um sie später bei google leichter zu finden. Ich finde die Tiermedizin so spannend, dass ich aufpassen muss, kein Fachidiot zu werden.

Darum mache ich regelmäßig Praktika außerhalb meiner Komfortzone: Wildtierforschung auf Madagaskar, Wildtiermedizin auf Borneo, in wissenschaftlichen Zoos oder im Schlachthof. Bei einigen Stationen wird schon an der Bezeichnung klar, wo ich diese Zone verlasse. Aber man darf diesen Gefühlen auch nicht zu viel Raum geben. Nur bei den ganz fiesen Krankheiten. Und Spinnen. Viel mehr fürchte ich mich vor den großen Themen wie Korruption, Wirtschaftswachstum, Armut und Fortschritt. Das liegt unter anderem wohl an meiner eigenen Inkonsequenz: Ich kaufe auch Klamotten, die nicht fair gehandelt sind, esse gerne Nuss-Nougat-Creme und kann es den Arbeitern auf Palmölplantagen nicht verübeln, dass sie ihren Job tun, um ihre Familie zu ernähren. Wir sind eben alle auch nur Menschen.

Ich bin Hannah, herzlich willkommen auf Nepada Wildlife!